Rafazwonull vs Joe I/O


Was bringt es Twitter an StudiVz anzubinden?
8.07.2009, 13:39
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Martin Weigert schreibt heute auf netzwertig, studiVz plane eine Öffnung der API für Twitter um Facebook endlich etwas entgegensetzen zu können. Die Feststellung studiVz sei gegenüber Facebook wirklich Anno-Dazumal ist nicht neu. Ich habe letztes Jahr in einem kurzen Beitrag über Offene APIs geschrieben, dass die Öffnung der Schnittstellen wesentlich zum Erfolg von Facebook beitrage und habe auch dort schon sinnvolle Initiativen von StudiVz vermisst.

Die Idee, studiVz mit dem Microblogging-Dienst aufzuwerten ist im Grundsatz sicherlich begrüßenswert. Auf den zweiten Blick ist es so weit von dem tatsächlichen Nutzungsverhalten der Zielgruppen entfernt, dass es weh tut: die Nutzer von studiVz werden durch den Bologna-Prozess zunehmend jünger, und die Alternative meinVz scheint am ehesten von Gelegenheitsnetzwerkern genutzt zu werden, für die gelegentliche Profilpflege, Bildupload im VZ und Pinnwandschreiben genug des Netzwerkens sind. Bei Twitter hingegen muss man wie beim Bloggen wirklich dranblieben.

Twitter ist überflutet von Digital Natives, deren Leben das Web ist. StudiVz ist ein nettes kleines abgegrenztes Netzwerk für zwischendurch. Ich wurde neulich übrigens von meiner Friseurin gefragt, ob ich auch bei studiVz sei. Ich habe verneint, gelogen und sie gefragt ob sie twittere. Ich versuche mich auch bei Twitter, allerdings ist mein Alltag bei aller Netzaffinität nicht annähernd so stark durch das Web durchsetzt, als dass ich wirklich dranbliebe. Echter Nutzen kommt dann vielleicht auch erst durch mobiles Tweeten auf, was eine Datenverbindung und ein nicht ganz unter Studenten-Mainstream-kompatibles Handy verlangt, was gegen andere Kostenfresser eines Studiums abgewogen werden muss. An dieser Stelle möchte ich wüste Bemerkungen über Studiengebühren vermeiden und übergehe dieses Thema.

Zudem fällt auf, dass die Suche und Installation eines Twitter-Clients schon etwas mehr Affinität verlangt, als das simple Anmelden-Netzwerken-Abmelden bei studiVz oder Facebook. Bei mir an der Uni liegt die Nutzung von Twitter bei Fernerliefen, und wenn sich doch jemand einen Account zulegt, dann meist doch eher aus Neugierde und dem Wunsch zur Ingroup zur gehören als aus der rationalen Überlegung, hier liege neues Networking-Potenzial… Wirkliche viele aktive Nutzer des Kalibers Stefan Martens scheint es zumindest nicht zu geben.

Ich glaube kaum, dass es hier möglich sein wird, die beiden Plattformen erfolgreich als Gegengewicht zu Facebook zusammenzuführen. Die Nutzerprofile und ihr Verhalten im Netz sind einfach zu unterschiedlich, wenngleich der Ansatz sicherlich sinnvoll ist. Erfolgreicher, da bin ich mir fast sicher, wäre die Einführung von Apps wie bei Facebook, die zwar kaum Networking-Nutzen bringen, allerdings asynchron funktionieren, Kurzweil bieten und die Leute im Netzwerk halten. Denkbar wäre auch eine funktionierende Youtube oder Flickr-Anbindung, und eine besser integrierte Chat-Funktion.

Mehrblog sieht das Ganze übrigens völlig anders. Hier wurden 500 Nutzer im Blog befragt, welche Applikationen sie sich im VZ wünschten. 39% votierten für Twitter. Ich bin mir sehr sicher, dass hier hinterfragt werden muss, ob die 500 Nutzer, die sich an der Umfrage beteiligt haben, nicht ohnehin schon sehr netzaffine Nutzer sind, denen Twitter näher liegt als dem Durchschnitt aller studiVZ-Nutzer.

Was meint ihr?

-r-

PS: Interessante Erkenntnisse über die Nutzungs der Netzwerke in Deutschland gibt es bei den W3B-Studien.



Qualitätsmodelle und Data Mining in Blogs
17.02.2009, 1:57
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Ich muss nicht in meiner Freizeit bloggen, denn mit Blogs beschäftige ich mich schon jetzt auch während der Uni bis zum Umfallen. Ich habe Marcel davon erzählt und auch Stefan, und alle waren der Meinung, dass ich über meine Blog-Magisterarbeit bloggen soll. Meta-Blogging sozusagen. Ich habe das lange vor mir hergeschoben, aber inzwischen will mir niemand mehr zuhören (ich scheine ein ziemlicher Fachidiot geworden zu sein in den letzten Wochen), und ich fange lieber an, das jetzt als Beitrag zu verarbeiten, bevor ich tatsächlich Freunde verliere.

Seit Robert Basic seinen Blog verkauft hat, ist endlich auch in Deutschland klar, dass Blogs von hoher Qualität sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Bedeutung haben können. In den Staaten gibt es diesen Trend schon lange: Huffingtonpost ist (zumindest gefühlt) seitdem es das Internet gibt auf Platz 1 bei Technorati. Blogs sind also zu einem mehr oder weniger festen Bestandteil unserer Medienlandschaft geworden, und vor allem den besonders hochwertigen und oft referenzierten A-Listern (oder auch Power-Bloggern) scheint dieser Trend zuzuschreiben zu sein.

Unser Blog ist kein A-Lister. Er ist vielleicht auch nicht besonders hochwertig. Trotzdem hat er sicherlich einige Kriterien, die ihn wiederum qualitativ von schlechteren Blogs abheben. Vielleicht ist es eine gewisse Update-Frequenz, allerdings kann man Blogs auch mit Spam updaten. Möglicherweise ist es eine bestimmte Bandbreite an Themen, oder aber auch eine gewisse Sorgfalt, mit der er designt und die Beiträge verfasst wurden. Vielleicht ist es die Beitragslänge. Oder aber die Länge aller Beiträge zusammen. Oder die Kombination mehrerer Kriterien. Keiner kann das so definitiv sagen, und wenn auch die meisten bestimmte Vermutungen haben („NEIN! Die Anzahl der Zeichenumbrüche kann es niemals sein!“), geht das, was man mit Sicherheit sagen kann, bislang nicht allzu weit über eben diese Vermutungen hinaus.

Hier kommt jetzt meine Arbeit ins Spiel. Keiner möchte Tausende von Blogs auf übereinstimmende Kriterien überprüfen, zumindest nicht händisch (auch, wenn Leitfragen zu konstruieren und Sie anhand von 7 Blogs exemplarisch zu beantworten, die normale Vorgehensweise an unserer Uni wäre). Was man dazu braucht, ist ein ordentlicher Bot, der eine vorgegebene Kollektion durchgeht, Links verfolgt, und alle interessanten Features mitloggt. Genau das passiert hier.

Ich bin sicherlich kein guter Programmierer. Da sind andere besser, und ich danke dem OpenSource-Prinzip und allen, die irgendwie etwas mit ihm zutun haben, schon einmal pauschal: Mein Crawler basiert auf Java1.6 und nutzt crawlerseitig ganz wesentlich die Bestandteile des OpenSource-Tools JoBo, das im Rahmen des Projektes AQUAINT an der Uni Hildesheim für die Automatische Qualitätsabschätzung von HTML in Form einer Suchmaschine implementiert wurde. Ich nutze einen Teil der in AQUAINT modellierten Features und Klassen, und habe auf Basis einiger weiter frei verfügbarer Klassen einen Crawler mit folgender Struktur zusammenprogrammiert:

bc_architektur

Blogcrawler Architektur in Java1.6

Die Dokumente, auf die der Crawler stößt, werden mit den org.w3c Paketen in ein DOM überführt, sofern es sich um HTML-Dokumente handelt. Ich verfolge keine Dokumente weiter, die keine HTMLs sind, allerdings verzichte ich auch auf Dokumente, die keine Feeds in ihrem Header ausgezeichnet haben. Wenn man davon ausgeht, dass die Möglichkeit, einen Blog per Feed zu abonieren, ein wesentliches Kriterium für einen Blog ist, kann man hier schon die erste Einschränkung machen, um eine saubere Kollektion zu gewährleisten, sodass im Endeffekt folgende Zeilen bestimmen, ob die Site weiterverfolgt werden soll oder nicht. In unserem Fall sieht der relevante Teil des Headers folgendermaßen aus:

<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" dir="ltr" lang="de">
<head>
<title> Rafazwonull vs Joe I/O</title>
	<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8" />
	<style type="text/css" media="screen">
		@import url( http://s3.wordpress.com/wp-content/themes/pub/benevolence/style.css?m=1232213194b );
	</style>
	<link rel="alternate" type="application/rss+xml" title="RSS 2.0" href="http://rafazwonull.wordpress.com/feed/" />
	<link rel="pingback" href="http://rafazwonull.wordpress.com/xmlrpc.php" />

Was bedeuten diese Zeilen für die Analyse? Allein durch den Header, lassen sich an sich schon folgende Aussagen treffen:

  • Es könnte sich um einen Blog handeln, denn wir können ihn abonieren.
  • Es ist ein Blog, der nur das Format RSS2.0 unterstützt.
  • Der Titel ist in unserem Fall 23 Zeichen lang, was relevant wird, wenn man bedenkt, dass es Spamblogs gibt, die etwa den Titel „Zeichnen-Backen-Basteln-mit-Fingermalfarben-und-Salzteig“ haben…

Ich habe mich inzwischen auf diese und ähnliche Weise mit Blogs beschäftigt, und rund 150 Features in Java modelliert, die z.T. aus der Literatur, teils aus AQUAINT kommen, und z.T. selbst entwickelt sind. Sie lassen sich grob in die folgenden Bereiche gliedern:

  • Datei-Maße (z.B. Dateigröße).
  • HTML- Maße (z.B. <br>-Tags).
  • Tabellen-Maße
  • Listen-Maße (z.B. <li>-Tags)
  • Farbmaße
  • Verhältnismaße (d.h. Berechnung von Featuren, oder Kombination)
  • Sprachliche Maße (d.h. Anzahl von Wörtern und Satzzeichen).
  • RSS-Maße (d.h. alles, was man über die Feeds erfährt)
  • Reputationsmaße (d.h. alles, was mit durch HITS oder PageRank-basierte Verfahren erfährt)

Eines dieser Kriterien sagt sicherlich nichts isoliert über die Beschaffenheit von qualitativ hochwertigen Blogs aus, die eine große Leserschafft haben, hochwertige Artikel und ein gutes Renommé. In ihrer Kombination, und sagen wir mal, über eine Kollektion von einem guten Tausend Blogs schaffen wir es durch den Abgleich und die Prüfung von sinntragenden Strukturen Korrelationen zu ermitteln, Features sinnvoll zu clustern usw. – kurz, alles, was mit durch die Möglichkeiten des Data Mining über zusammenhangslos scheinenden Daten ermitteln kann. Einige von diesen Zusammenhängen sind sicherlich offensichtlich, z.B. der Zusammenhang von Authority und InLinks. Bei anderen greift wiederum nur die statistische Analyse von großen Mengen an Datensätzen.

Mal schauen wie es damit weitergeht, vielleicht schreibe ich beizeiten noch ein wenig mehr hierzu, und halte euch auf dem Laufenden.

Soviel dazu. Gute Nacht.

-r-



Der obligatorische Kommentar zur Veröffentlichung von Chrome
4.09.2008, 17:52
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Das ist der obligatorische Kommentar zur Veröffentlichung von Chrome. Der Post beginnt jetzt:

Obwohl seit Montag kein Informationsmedium, das was auf sich hält, daran vorbeikam, einen RIESENARTIKEL über Chrome zu veröffentlichen, mein Twitter nicht stillsteht und neue Meldungen überträgt, wie toll und nutzerfreundlich und schön Chrome ist, viele Leute Google für den neusten vermeintlichen Datenclou verteufeln, habe ich es mir bislang verkneifen können, irgendwelche Halbwahrheiten zu veröffentlichen.

Macht euch eure eigene Meinung. Falls ihr unbedingt reflektierte abgewogene Informationen über Chrome benötigt, kann ich mit ruhigem Gewissen auf folgende, ausgezeichnete Artikel verweisen:

Viel Glück ohne meine Meinung.

Der Post endet jetzt. Das war der obligatorische Kommentar zur Veröffentlichung von Chrome.

-r-



Location Tagging: Neues zu Brightkite und Locatik

Obwohl Joe versucht, mich seit geraumer Zeit zu Brightkite zu prügeln, überzeugt es mich bisher noch nicht ganz. Es ist zwar toll mit Twitter und Facebook verbunden, allerdings finde ich es schon noch ein wenig umständlich, meinen Ort manuell anzugeben, auch wenn Brightkite dem ganzen ganz spacig-frische Namen gibt wie „Location einchecken“. Dafür brüstet sich doch der Dienst gerade damit, dass man kein GPS braucht, um ihn zu nutzen?

Auch bei Locatik gibt es eine neue Desktop-Version und eine völlig neue Mobile-Browser Version (zusätzlich zu der Symbian-Applikation, die man braucht, um spacig-frische Tiks zu senden). Die mobile Variante läuft schon ganz ordentlich und sieht auf meinem Handy gut aus, dafür hat aber www.locatik.com wieder neue Fehler: Zwar kann man neu getaggte Orte herumtwittern (Wow. Locatik fängt an mit anderen Programmen zu sprechen!), dafür aber fehlerhaft getaggte Orte nicht mehr editieren. Es gibt viele, viele viele neue Clipping-Fehler, der Dienst ist unangenehm langsam geworden und die Taggs sehen wesentlich schlechter aus als früher. Was hat Psiloc geritten, so ein Update herauszubringen? Hoffentlich wird es bald besser, denn auch wenn Brightkite keine GPS-Anbindung hat, ist es immernoch besser nutzbar als ein unheimlich innovatives, aber fehlerhaftes Locatik…

-r-



Offene APIs: Mein Facebook wird wissen, was mein Skype ihm sagt.
23.08.2008, 10:50
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Social Software macht süchtig. Viele von uns sind ja in jungen Jahren schon zu irgendeinem StudiVZ oder Facebook-Account gekommen, die meisten zu beidem. Dann kamen Twitter und Britekite und LastFM, vielleicht Bloggs und LinkedIn und Qype und Jaiku und Hi5. Die meisten dieser Accounts vegetieren sicherlich bei vielen von uns dahin. Ich würde meinen Facebook-Account ja auch löschen, wenn ich darüber nicht von Zeit zu Zeit mit X aus Y, den ich vor 8 Jahren in Z kennengelernt habe, und der mich vor 5 Wochen über das Netzwerk anschrieb, irgendwie in Kontakt stünde.

Ich bin eher faul, was Facebook und StudiVZ angeht, deshalb bin ich dankbar, dass es inzwischen sowas wie Ping.fm und offene APIs gibt, sodass ich mit wenig Aufwand so tun kann, als würde ich Facebook auf dem Laufenden halten, obwohl ich nur irgendwo anders im WWW meine Spuren hinterlasse.

Heute habe twitter4skype entdeckt, einen Skypebot, der ohne Zusatzsoftware meine Twitter-API anzapft. Ping-FM wird sich meinen Twitter-Feed ziehen (zusammen mit eventuellen anderen Plattformen), und ihn über die API an ein Facebook-Plugin weitergeben. Fertig. Mein Facebook wird wissen, was mein Skype ihm zutwittert. Bald.

Offene APIs sind eine tolle Sache: Vor langer Zeit hat Google-Maps damit angefangen. Jetzt kann man überall sein, obwohl man nur einen Dienst nutzt. Nur StudiVZ scheint da ziemlich altbacken zu sein. Immer, wenn ich das Gefühl habe, auch dort Präsenz zeigen zu müssen, weil ich sonst Gefahr laufe, dass mein brachliegender Account gelöscht wird, muss ich mich anmelden, irgendwo meine Statusmeldung updaten („… ist am Status updaten“) und wieder ausloggen. Ich frage mich, wie lange es dauert, bis auch StudiVZ auf den Zug der offenen API aufspringt.

api_ohne_studivz

Andererseits ist fraglich, wie sehr sich der durchschnittliche StudiVZ-Nutzer für API-Mashups interessiert. Mir schien Facebook damals, als die ersten komplexen Upgrades erschienen, viel zu kompliziert und unübersichtlich zu sein. Vielleicht ist gerade eine einfaches und unabhängiges System das, was Interessierte zum ersten Mal an das Konzept der Social Software heranführt.

PS: Tut mir leid, dass auch der Blog lange brach lag. Uns fehlte die Muse. Besser Schweigen als Müll Schreiben.

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Geschäftsideen im Web2.0 – Irgendwer hat meine Ideen schon vor mir gehabt…
28.07.2008, 21:04
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Kürzlich musste ich erneut eine New Economy-Geschäftsidee unter der Kategorie „Da war einer schneller“ begraben. Ständig habe ich super tolle Ideen, ein unglaublich rentables Geschäftsmodell zu verwirklichen und unheimlich viel Geld zu verdienen, nur, dass sich dann nach eineinhalbminütigem Googlen herausstellt, dass schon irgenwer mehr Gripps, mehr Ressourcen, mehr Zeit, mehr BWL-Kenntnisse und mehr Unternehmergeist hatte als ich, und das ganze Ding mit einigen Features mehr in einer Beta schon umgesetzt hat.

Um auch all diejenigen von euch, die ähnlich wie ich glauben, schrecklich innovativ zu sein, zu desillusionieren, habe ich einmal eine kurze (nicht vollständige) Liste zusammengestellt. Liebe Leser, in diese Richtung müsst ihr nicht mehr denken. Gibt’s schon!!!

  • Sozial Musikhören -  www.lastfm.de
  • Personalisierte T-Shirts – www.spreadshirt.net
  • Personalisiertes Müsli – www.mymuesli.com
  • Personalisierter Aufguss – www.allmytea.de
  • Sozial Weintrinken für oenologisch Unbedarfte – www.vinorati.com
  • Kollaborativ Stadt bewohnen. www.qype.de
  • Kollaborativ irgendwo sein – www.locatik.com
  • Bücher übers Internet verkaufen – www.amazon.de (mehr hier!)
  • Zeug finden – www.google.de
  • Netzwerk für Studenten – www.studivz.de
  • Netzwerk für wen-auch-immer – www.facebook.com
  • Netzwerk für Geschäftliches – www.openbc.com aka www.xing.com
  • Kollaborativ Surfen – z.B. del.icio.us

Weitere desillusioinierende Vorschläge werden gerne in obige Liste aufgenommen. Lasst uns gemeinsam Realisten werden!

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Sidebar-Usability: Was wollt ihr?
14.07.2008, 17:30
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Ich habe neulich mal wieder an der Sidebar unseres Blogs herumgespielt und mich gefragt, welche Kategorien für euch Leser wirklich wichtig sein könnten. Bislang haben wir ja einige Widgets genutzt, nur inwiefern sie wirklich gebraucht werden, können wir anhand der WordPress-Statistiken nicht ersehen. Leider schreiben auch die wenigsten: „Hey, euer Blog ist cool, nur die Tag-Cloud ist super nutzlos und nervt.“

Das ist unser erster Blog. Wir kennen die gesamte Theorie zum Thema HMI, User Experience, Social Networks usw., nur wenn es wirklich mal daran geht, etwas selbst anzuwenden, wird alles ein wenig schwieriger. Und was macht der Sozialwissenschaftler, wenn er etwas nicht quantitativ festhalten kann? Richtig: Leute befragen ( …ich vermute, die Stichprobe sollte trotz eines kleinen n annähernd 95% betragen! ;) )

Im Augenblick haben wir also folgende Elemente in der Sidebar und ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere von euch Rückmeldung dazu geben könnte, ob das Element nützlich, störend, unauffällig, unnütz für ihn ist, ob er es schon einmal genutzt hat, oder ob er sich vorstellen könnte, dass andere es nutzen. Welche Erfahrungen habt ihr mit anderen Blogs? Ob RSS-Leser oder Zufallstreffer bei Google: Jeder Tip ist nützlich, alle können etwas lernen und die Hinweise werden von Joe und mir in mehrstündigen Sitzungen bei Kaffee und Kuchen analysiert und wenn nötig bis zur körperlichen Erschöpfung diskutiert. Ihr seid unsere Leser, sagt uns, was ihr wollt! Und über die Ergebnisse informieren wir euch natürlich auch! Der Kommentarbutton befindet sich unter dem Post! Er ist tatsächlich da. Glaubt es mir ruhig. Ohne Kommentare lernen wir nichts. ;)

  • Syndication:
    RSS-Links, Kommentare als RSS, Feed2Mobile@Kaywa (Mobile Syndication), Link zum Nokia WidSet
    Wer liest RSS? Und wer hat uns per Zufall gefunden und über RSS abonniert?

  • Seiten: Unsere Hauptseiten.
    Was sagt ihr? Zu unauffällig? Zu wenig Info?
  • Neueste Artikel: Die drei neuesten Artikel.
    Interessant? Oder nutzt ihr ohnehin alle RSS? Oder scrollt ihr immer bis zum Ende der Seite?
  • Top-Beiträge: Die drei meistgeklickten Beiträge der letzten 48 Stunden.
    Wir erhoffen uns hierdurch eine längere Halbwertszeit der Artikel, und dass die Leser, die uns nicht regelmäßg besuchen, nicht gleich durch super grottige Beiträge abgeschreckt werden. Was meint ihr? Würdet ihr dieses Element nutzen?
  • Suchfunktion:
    Sucht eigentlich irgendwer irgendwas…?
  • Archive:
    …. oder hat schonmal in eines der Archive geschaut?
  • Autoren:
    Kennt ihr den Autorenfilter? Oder ist das völlig sinnlos und unsere Fotos ein Grund, diese Seite nie wieder aufzusuchen? (Joe wird übrigens immer für seine schönen Fotos gelobt!)
  • Tag-Cloud:
    Manchmal nervt uns die Tag-Cloud, zeigt aber schön die Themen des Blogs. Was haltet ihr davon? Fändet ihr eine Auflistung der Kategorien interessanter? Und habt ihr schonmal auf die Tagcloud geklickt?
  • Blogroll:
    Ist euch schon einmal der Blogroll aufgefallen?
  • Und: Unsere Bücher und unsere Musik
    Unser Blog soll auf keinen Fall davon berichten, dass unser Hamster neulich gestorben ist, oder Mittel sein, unser völlig konfuses Seelenleben aufzudecken, aber ein wenig Persönlichkeit ist doch ganz nett, oder?

Zu gewinnen gibt’s sowohl unsere Aufmerksamkeit als auch Altbestände aus meinem Bücherregal, die (ebenfalls bei Kaffee und Kuchen) gerne abgeholt werden können!

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„Angela Merkel twittert nicht“ – Politik und Web 2.0
6.07.2008, 12:30
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Über Netzpolitik.org bin ich auf eine Studie über die Präsenz von deutschen Parteien und Politikern im Web aufmerksam geworden.

Seit Jahren wird beobachtet, dass Wahlkampftrends aus Amerika wenig später auch hier Anwendung finden. Während Joes alter Twitter-Freund Barack Obama inzwischen im Netz allgegenwärtig ist, fleißig twittert, bloggt, Freunde im Facebook sammelt – kurzum: das Web für sein Selbstmarketing vorbildlich nutzt, scheint sich die deutsche Politik der Bedeutung dieses Mediums noch nicht so ganz bewusst zu sein (Bild rechts via Obama for America).

Die Agentur newthinking communications hat in einer Kurzstudie die politische Web-Präsenz in Deutschland analysiert, und kommt zu dem Schluss, dass die Nutzung des Mediums im Kampf um Wählerstimmen eher „unkoordiniert“ ist:

Derzeit dominieren unkoordinierte Einzelaktivitäten, von Schlagworten der Debatten um die Veränderung der politischen Kommunikation wie dem „Permanent Campaigning“ oder der „Amerikanisierung“ ist derzeit noch nichts zu sehen. Die Parteien und  Spitzenpolitiker sind zum Zeitpunkt der Erhebung im klassischen Wahlkampf verhaftet, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Und auch die Jugendorganisationen und ihre Spitzenvertreter bilden hier keine Ausnahme.

Auffällig sind dabei die Stärke der Union in StudiVZ und ihre gleichzeitige Schwäche in Facebook, die dezente Präsenz selbst der Jungpolitiker in Social Networks und der Fast-Totalausfall im Bereich der Weblogs und bei Twitter, in dem nur wenige rot-grüne Farbtupfer zu finden waren. (via newthinking communications GmbH)

Die Studie soll quartalsweise bis nach der Bundestagswahl 2009 aktualisiert werden. Ich frage mich, welche Partei bis dahin die Zeichen der Zeit erkannt hat und als erste in Deutschland den Wahlkampf koordiniert ins Netz trägt…

Übrigens wird in der Studie auch festgestellt, dass Angela Merkel einen (mit völliger Sicherheit echten) studiVz-Account hat, aber nur einen einzigen Freund. Traurig sowas.

(Bild von א (Aleph), http://commons.wikimedia.org)

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Viral und Mysteriös: Habt Angst!
24.06.2008, 10:55
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Ich danke Marcel für den folgenden, soeben zugetwitterten Tip, und beglückwünsche ihn dafür, dass ich für viereinhalb Minuten eine Heidenangst hatte, bevor ich mich getraut habe, weiterzuklicken … aber abgesehen davon: Tolles Viral!

Also, viel Spaß auf themysterioussite.com.

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Commoncraft: „Explanations in Plain English“ am Beispiel RSS
21.06.2008, 13:37
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Ich bin gerade auf ein kleines Zwei-Mann-Unternehmen gestoßen, das einmalige Erklärungen von Webtechnologien erstellt. Die Technik, die Commoncraft dabei nutzt, nennt sich Paperworks und ist um einiges einfacher und interessanter als vollgestopfte Powerpoints:

Our videos are short, simple and focused on making complex ideas easy to understand.  We use a whiteboard-and-paper format we call Paperworks that is designed to cut out the noise and stick to what matters. (via Commoncraft)

Klingt einfach, ist in der Praxis aber einfach nur richtig clever gemacht. Hier ist eines der ersten Videos, mit dem sogar meiner Oma die Funktionsweise von RSS klar werden dürfte. Inzwischen sind sie um einiges ausgereifter, aber auf jeden Fall immer super unterhaltsam! Mehr davon gibts im entsprechenden Channel auf Youtube.

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