Gespeichert unter: Mobile, UxD, Wirtschaft | Schlagworte: Accenture, Mobile, Studie, Unternehmen, UxD, Wirtschaft
Accenture hat vor kurzem den Mobile Web Watch 2008 veröffentlicht, in dem die derzeitige Nutzung und die zukünftigen Möglichkeiten des Webzugangs mit mobilen Geräten analysiert wird. Mich haben die Ergebnisse nicht allzu sehr überrascht, allerdings bietet er einen schönen zusammenhängenden Überblick mit vielen Umfrageergebnissen. Den Download findet ihr hier.
Interessant fand ich vor allem folgenden Teil, der die derzeit größtenteils noch ziemlich üble User Experience des mobilen Internet-Zugangs thematisiert:
Aber auch mit der so genannten „Mobile User Experience“ sind viele Konsumenten unzufrieden – mit der Art und Weise also, wie sie den Umgang mit dem Internet per Handy empfinden: Gut 40 Prozent der Befragten stört es, dass die meisten Handys Seiten aus dem WWW zu klein und unübersichtlich darstellen. Damit geht einher: Mehr als jeder Fünfte findet es zu kompliziert, per Mobiltelefon auf Webseiten zu navigieren. Übrigens ein Phänomen in allen Altersgruppen – die Jüngeren sind nicht wesentlich abgehärteter, was die Mobile User Experience betrifft. Die Einschätzung, dass mobiles Internet noch sehr unter einem schlechten Nutzer-Erlebnis leidet, teilen übrigens auch viele Anbieter, wie eine Accenture-Untersuchung zeigt. Apples iPhone demonstriert, dass ein bequemerer Zugang die mobile Nutzung von Internetseiten nach oben treiben kann: Laut einer US-Erhebung verbringen iPhone-Nutzer zwölf Prozent der Handy-Nutzungszeit mit mobilem Surfen. Einer weiteren Untersuchung aus den USA zufolge verwenden 85 Prozent der iPhone-Besitzer den integrierten Webbrowser, gegenüber 13 Prozent aller Mobilfunk-Kunden. Die mobile Internetnutzung ihrer iPhone-Kunden übertreffe die Erwartungen bei weitem, verkündete die Deutsche Telekom Anfang 2008. (via Accenture)
Nicht nur der integrierte Webbrowser, sondern vereinfachter Zugang im Allgemeinen scheinen also auch aus Accenture-Sicht mal wieder ein Schlüssel zum Erfolg zu sein. Damit einher gehen bei Apple auch eine Reduzierung der Möglichkeiten des Nutzers zugunsten der Fokussierung des tatsächlich gewünschten Dienstes. Der Trend geht eindeutig zu Weiterentwicklungen in dieser Richtung, wie Bilder von Googles Android oder Symbian Add-Ons wie Nokias WidSets beweisen. Spannend, was sich hier in Zukunft tut, und ob Nokia, Google oder Apple am Ende den größten Teil vom Kuchen abbekommen…

(Bild via googlesystem.blogspot.com)
-r-
Jetzt hat Nokia Symbian vollständig gekauft und macht es Open Source. Hatte mich schon gefragt, wie Symbian überleben soll gegen die offenen iPhone und Android-Schnittstellen. Aber mit diesem Schritt können wir bestimmt einiges von neuen Symbiangeräten erwarten!
http://www.techcrunch.com/2008/06/24/nokia-acquires-symbian-goes-open-source/
-j-
Für alle Nokiaanhänger und Location-Based-Services-Geeks eine sehr interessante Nachricht:

Plazes ist ein deutsches Startup das einer der Hoffnungsträger der Location Based Social Networks ist. Nachdem Jaiku von Google gekauft wurde und Loopt auf der WWDC als offizielles App für das neue iPhone 3G bekanntgegeben wurde, jetzt also Plazes und Nokia.
Nachdem die Berliner Firma Gate5 von Nokia aufgekauft entstand Nokia Maps. Also ist davon auszugehen, dass das derzeitige Plazes wohl das neue Location Based Social Network für Nokiageräte wird. Spannend!
-j-
Gespeichert unter: Information, Mobile | Schlagworte: GPS, Locatik, Location Aware Application, Mobile, Mobile Service, Web2.0
So, hier ist der endgültige Beweis: Locatik funktioniert auch ohne GPS und kann den Ort, von dem der Tik gesendet wurde, relativ gut nur mithilfe der Position im GSM-Netz definieren! Wenn das mal nicht ein Grund ist, den Dienst zu nutzen?

-r-
Gespeichert unter: Mobile, Mobile Tagging | Schlagworte: BeeTagg, Datamatrix, Mobile, Mobile Marketing, Mobile Tagging, QR
Gestern wurde auf Mobile-Tagging berichtet, dass die schweizer connvision AG ihren neuen Beetagg Reader (Download über get.beetagg.com oder per QR-Code) auf den Markt gebracht hat, heute hab ich mir die Zeit genommen, ihn etwas auszuprobieren. Und das hat genau einen wesentlichen Grund: er kann neben Beetag und Datamatrix auch QR einlesen. Damit ist der neue Multicode Reader so ziemlich das Leistungsfähigste, was man im Augenblick bekommen kann.
Auf Mobile Zeitgeist wurde der Reader im direkten Vergleich mit Googles „ZXing“ getestet, dessen SDK derzeit google-typisch frei weiterentwickelt wird (mehr dazu gibt es auf Mobile Tagging):
Die Software macht einen sehr guten Eindruck. Im direkten Vergleich zu Googles “ZXing” (für QR Codes, Data Matrix und 1D-UPC-Codes) erkennt die Software die Tags wesentlich besser, auch wenn die Kamera sie unscharf oder mit Hintergrund- oder Textumgebung aufnimmt. Alle drei Tag-Arten wurden in meinem Kurztest sehr schnell entschlüsselt, BeeTagg Multicode Reader nimmt in der Erkennungsgeschwindigkeit und Handhabung bei den mir bekannten Readern somit die Spitzenstellung ein. (via Mobile Zeitgeist)
Ich habe das ganze dann einmal zum Anlass genommen, meinen eigenen feschen BeeTagg zu kreieren und unseren Blog samt BeeTagg-RSS-Feed zu mobilisieren. Nett oder? Und durch die Möglichkeit, den Tagg selbst zu gestalten, für mobiles Marketing sicherlich sehr interessant! Probiert also die Taggs und den Reader unbedingt aus!

-r-
Die Entwicklung des Mobiltelefons von 1985 bis heute wird in diesem Video recht eindrucksvoll dargestellt. Interessant zu sehen wie wenig sich ausser der Größe im Laufe der Zeit geändert hat. Vor allem bezüglich der Interaktion.
Mal schauen was die Touchscreentechnik so alles ändern wird. Achtet auf die gescheiterten Xelibri-Modelle von Siemens! Lustig, dass sowohl das Klapphandy als auch das Aufschiebehandy von Filmen wie Star Trek und Matrix inspiriert wurde.
via New Scientist
-j-
Gespeichert unter: Mobile, UxD, Wirtschaft | Schlagworte: Mobile, Mobile Service, Technologie, UxD
Im Devicescape Blog hat beth in einem sehr nett zu lesenden Artikel noch einmal dargestellt, warum wir uns, um neue Nutzungsparadigmen für Technologie finden zu können, von alten Ideen lösen müssen:
People look for patterns and always want to compare something new to something known. But understanding the true value of new technologies often requires breaking free from the paradigms of the past. Today’s Wi-Fi and internet enabled devices are an excellent example. (via Devicescape Blog)
Es wird später sehr anschaulich erklärt, warum es unbedingt nötig ist, Technologie für ein konkretes Nutzungsszenario zu entwickeln, und dabei bei allen tollen Features nicht die Grundfunktionalität außer Acht zu lassen:
You buy a digital camera with Wi-Fi access – you want a decent camera first. Media player = I want media. Internet Radio – I love music. GPS = I don’t want to stop to ask for directions, so I seriously don’t want to stop and log in
. Because people want different things from their devices than they want from their laptops, we can expect different use patterns for how, and why and where these people access the internet from their devices. (via Devicescape Blog)
-r-
Gespeichert unter: In eigener Sache, Information, Mobile, User Interface | Schlagworte: Information, Mobile, Mobile Service, Web2.0, WidSets
Ich habe heute WidSets ausprobiert, einen durch Nokia Beta Labs entwickelten Dienst. Ich bin zwar immer skeptisch, wenn mir irgendwelche stand-alone Applikationen angeboten werden, mit denen man angeblich noch einfacher auf netzbasierte Dienste zugreifen kann, aber im Fall von WidSets konnte ich nicht widerstehen:
With WidSets you can get your favorite web content straight to your mobile phone. Find news and information, stay in touch with email and blogs, play games, share pictures and more. WidSets uses mini-applications called widgets to push updates from your favorite sites directly to your phone. Why waste time surfing for information when WidSets can do it for you? (via Widsets.com)
Noch spannender als die Funktionsweise ist aber das Aussehen des Programms: alles ist rund, flüssig und es kommt ein wirklich angenehmes Web2.0-Gefühl auf
. Nach ganz kurzem Synchronisierungsvorgang huschen die Icons auf meinem Display sanft und ruckelfrei hin und her, das Laden von RSS-Feeds geht schnell von statten und unaufdringliche Meldungen informieren mich, ob etwas noch lädt, wo ich mich einlogge und dass der Dienst Zusatzkosten verursachen könnte (ein beeindruckendes Video findet ihr hier). Nutzern von WAP kann ich eher von dem Programm abraten: man darf nicht vergessen, welche Datenmenge (Bilder, Symbole…) aus dem Netz auf das mobile Gerät geschaufelt werden. Im heimischen WLAN macht es schon Spaß, richtig beeindrucken dürfte der Dienst dann aber, wenn man irgendwo im Kaffee auf einen öffentlichen Zugangspunkt zugreift (nutzt Devicescape!).
Die Widgets selbst werden über ein Online-Portal verwaltet und können bei Bedarf selbst entwickelt werden. Die Bandbreite reicht hier von Twitter und Wikipedia über E-Mail-Clients bis hin zu Nachrichten-Feeds und privaten Blogs. Die Einstellungen werden dann, sobald man mit dem mobilen Gerät online ist, sofort übertragen.

Ich habe das ganze auch einmal zum Anlass genommen, ein eigenes Widget für diesen Blog zu entwerfen und zu veröffentlichen. Abonnieren könnt ihr es wie gewohnt über die Kategorie „Syndication“.

Widsets hat mir heute eine Menge Spaß gemacht. Ob es mein mobiles Surfverhalten verändern wird, bleibt abzuwarten. Interessant an der Idee ist, dass obwohl die Möglichkeit, sich frei im Netz zu bewegen an sich eingeschränkt ist, die Nutzerfreundlichkeit durch die vereinfachte Interaktion und den vorab vorgenommene Selektion wesentlich zunimmt (meint auch Joe!). Widsets ist eine wirklich tolle Alternative dazu, Beiträge einfach im mobilen Browser per RSS zu lesen. Probiert es also einfach mal aus und schreibt mir von euren Eindrücken!
-r-
Ich habe ja einige von euch sicherlich schon dazu gedrängt Devicescape zu nutzen und war bislang mäßig erfolgreich. Deshalb möchte ich dem ganzen hier noch einmal in Form eines Beitrages Nachdruck verleihen.

Kurz gesagt macht Devicescape folgendes:
Devicescape is a web service that automatically connects your wireless devices to Wi-Fi hotspots wherever you go — cafés, airports, hotels, your home, and even your friends’ homes! (via devicescape.com)
Dabei werden die jeweiligen Hotspots und Zugangspunkte der entsprechenden WLAN-Netze serverseitig über devicescape.com verwaltet und geräteseitig (in meinem Fall auf meinem Nokia E65) eine Applikation installiert, über die einmalig die Informationen vom Server geladen. Anschließend lässt sich Devicescape als Zugangspunkt definiert. Es ist möglich, eigene Zugangspunkte an andere Devicescape-Nutzer freizugeben und ihnen so den Zugriff auf eigene Heim-WLAN-Netzwerke zu geben.
Ich nutze das Programm seit etwa einem halben Jahr und konnte es dadurch, dass ich viel reise, an einigen Orten ausprobieren. Es ist schon ganz nett, wenn man nicht erst nach dem Netz suchen, dann nach WPA-Schlüssel fragen muss, sondern sich einfach verbindet. Besonders nützlich wird das ganze dann in Verbindung mit Podcast-Loadern. Die Programme versuchen sich einmal nachts einzuwählen, nutzen automatisch Devicescape (d.h. man stellt nichts neu ein), und am nächsten morgen in der S-Bahn hat man den neuesten Tagesschau-Podcast.
Hier noch eimal ein Video, das die Funktionsweise schön verdeutlicht:
-r-
Bei der Lektüre der Aprilausgabe von Wired im Zug von Frankfurt nach Hildesheim bin ich auf die Wired Business Trends 2008 gestoßen. Die müssen es ja wissen die Amis dachte ich mir.
Interessant fand ich Punkt 4: The Invisible Internet. Und zwar geht es bei diesem Trend darum, dass viele neue Geräte und Gadgets zwar mit Konnektivität (WLAN etc.) ausgestattet sind, sie aber kein freies Browsen ermöglichen. Stattdessen werden spezielle vordefinierte Funktionen angeboten. Geräte wie die Nintendo Wii ziehen sich Informationen aus dem Web in ihr eigenes Interface, der Benutzer hat nicht die Möglichkeit frei zu surfen. Informationen werden vom System aggregiert.
Apple TV lässt den Benutzer Filme herunterladen, bietet aber keinen Browser an. Auch die Internetverbindung von Amazons E-Book Reader Kindle sei nur zum E-Book Download vorgesehen, obwohl so ein Gerät sicherlich auch zum Surfen geeignet wäre. Obwohl das iPhone das mobile Surfen salonfähig gemacht habe, bezeichnen die Autoren Applikationen wie Wetter- und Aktien-Widgets, die sich „unbemerkt“ Daten aus dem Netz ziehen wie Strom aus der Steckdose als „the coolest things“.
Heutige Gadget seien erfolgreich weil sie nicht alles anbieten, sondern das tun was man von ihnen will, und das überzeugend!
Der Vergleich mit Strom aus der Steckdose gefällt mir. Wenn ich mir das Dashboard meines Mac anschaue, geht es genau darum. Applikationen die auf einen Dienst spezialisiert sind und sich die Daten dafür aus der Netzsteckdose holen. Obwohl ich bei Gadgets im ersten Moment denke: „Warum schränken die mich ein, ich will einen Browser, wenn ich schon WLAN habe!“, stellt sich im Zweiten Moment schon die Frage ob die fokussierte Benutzung der Konnektivität einer guten User Experience nicht zuträglicher ist.
-j-





