Rafazwonull vs Joe I/O


America is not at war.
30.07.2009, 17:34
Gespeichert unter: Netzkultur, Politik | Schlagworte: , , , ,

An dieser Stelle erlaube ich mir, das mir soeben zugetwitterte Foto meinen Lesern zugänglich zu machen. Anerkennend und dankend senke ich vor @ghensel, dem ihr bitte alle followen sollt, mein Haupt.

via http://twitter.com/ghensel

via http://twitter.com/ghensel

Wenn America in the mall ist, dann ist Germany auch nicht at war. Das deutsche ISAF-Kontigent ist vielleicht at war, während deutsche Politiker über Terminologie streiten. Vielleicht aber auch nicht, weil dann Terroristen als reguläre Kombattanten anerkannt würden.

-r-



Blogosphären Visualisierung
29.07.2009, 20:31
Gespeichert unter: Datamining, Visualisierung | Schlagworte: , , , ,

Beeindruckend. Matthew Hurst hat in seinem Blog einige Blogosphären Visualisierungen veröffentlicht. Mein persönlicher Favorit ist die folgende:

via http://datamining.typepad.com/

via http://datamining.typepad.com/

Dazu schreibt Matthew:

The dark edges show the reciprocal links (where A has cited B and B has cited A), the lighter edges indicate a-reciprocal links. The larger, denser area of the graph is that part of the blogosphere generally characterised by socio-political discussion (the periphery contains some topical groupings). Above and to the left is that area of the blogosphere concerned with technical discussion and gadgetry.

Mehr Visualisierungen gibt es in seinem Artikel Science July 24th 2009.

-r-



Was bringt es Twitter an StudiVz anzubinden?
8.07.2009, 13:39
Gespeichert unter: Netzkultur, Wirtschaft | Schlagworte: , , ,

Martin Weigert schreibt heute auf netzwertig, studiVz plane eine Öffnung der API für Twitter um Facebook endlich etwas entgegensetzen zu können. Die Feststellung studiVz sei gegenüber Facebook wirklich Anno-Dazumal ist nicht neu. Ich habe letztes Jahr in einem kurzen Beitrag über Offene APIs geschrieben, dass die Öffnung der Schnittstellen wesentlich zum Erfolg von Facebook beitrage und habe auch dort schon sinnvolle Initiativen von StudiVz vermisst.

Die Idee, studiVz mit dem Microblogging-Dienst aufzuwerten ist im Grundsatz sicherlich begrüßenswert. Auf den zweiten Blick ist es so weit von dem tatsächlichen Nutzungsverhalten der Zielgruppen entfernt, dass es weh tut: die Nutzer von studiVz werden durch den Bologna-Prozess zunehmend jünger, und die Alternative meinVz scheint am ehesten von Gelegenheitsnetzwerkern genutzt zu werden, für die gelegentliche Profilpflege, Bildupload im VZ und Pinnwandschreiben genug des Netzwerkens sind. Bei Twitter hingegen muss man wie beim Bloggen wirklich dranblieben.

Twitter ist überflutet von Digital Natives, deren Leben das Web ist. StudiVz ist ein nettes kleines abgegrenztes Netzwerk für zwischendurch. Ich wurde neulich übrigens von meiner Friseurin gefragt, ob ich auch bei studiVz sei. Ich habe verneint, gelogen und sie gefragt ob sie twittere. Ich versuche mich auch bei Twitter, allerdings ist mein Alltag bei aller Netzaffinität nicht annähernd so stark durch das Web durchsetzt, als dass ich wirklich dranbliebe. Echter Nutzen kommt dann vielleicht auch erst durch mobiles Tweeten auf, was eine Datenverbindung und ein nicht ganz unter Studenten-Mainstream-kompatibles Handy verlangt, was gegen andere Kostenfresser eines Studiums abgewogen werden muss. An dieser Stelle möchte ich wüste Bemerkungen über Studiengebühren vermeiden und übergehe dieses Thema.

Zudem fällt auf, dass die Suche und Installation eines Twitter-Clients schon etwas mehr Affinität verlangt, als das simple Anmelden-Netzwerken-Abmelden bei studiVz oder Facebook. Bei mir an der Uni liegt die Nutzung von Twitter bei Fernerliefen, und wenn sich doch jemand einen Account zulegt, dann meist doch eher aus Neugierde und dem Wunsch zur Ingroup zur gehören als aus der rationalen Überlegung, hier liege neues Networking-Potenzial… Wirkliche viele aktive Nutzer des Kalibers Stefan Martens scheint es zumindest nicht zu geben.

Ich glaube kaum, dass es hier möglich sein wird, die beiden Plattformen erfolgreich als Gegengewicht zu Facebook zusammenzuführen. Die Nutzerprofile und ihr Verhalten im Netz sind einfach zu unterschiedlich, wenngleich der Ansatz sicherlich sinnvoll ist. Erfolgreicher, da bin ich mir fast sicher, wäre die Einführung von Apps wie bei Facebook, die zwar kaum Networking-Nutzen bringen, allerdings asynchron funktionieren, Kurzweil bieten und die Leute im Netzwerk halten. Denkbar wäre auch eine funktionierende Youtube oder Flickr-Anbindung, und eine besser integrierte Chat-Funktion.

Mehrblog sieht das Ganze übrigens völlig anders. Hier wurden 500 Nutzer im Blog befragt, welche Applikationen sie sich im VZ wünschten. 39% votierten für Twitter. Ich bin mir sehr sicher, dass hier hinterfragt werden muss, ob die 500 Nutzer, die sich an der Umfrage beteiligt haben, nicht ohnehin schon sehr netzaffine Nutzer sind, denen Twitter näher liegt als dem Durchschnitt aller studiVZ-Nutzer.

Was meint ihr?

-r-

PS: Interessante Erkenntnisse über die Nutzungs der Netzwerke in Deutschland gibt es bei den W3B-Studien.