Rafazwonull vs Joe I/O


Location Tagging: Neues zu Brightkite und Locatik

Obwohl Joe versucht, mich seit geraumer Zeit zu Brightkite zu prügeln, überzeugt es mich bisher noch nicht ganz. Es ist zwar toll mit Twitter und Facebook verbunden, allerdings finde ich es schon noch ein wenig umständlich, meinen Ort manuell anzugeben, auch wenn Brightkite dem ganzen ganz spacig-frische Namen gibt wie „Location einchecken“. Dafür brüstet sich doch der Dienst gerade damit, dass man kein GPS braucht, um ihn zu nutzen?

Auch bei Locatik gibt es eine neue Desktop-Version und eine völlig neue Mobile-Browser Version (zusätzlich zu der Symbian-Applikation, die man braucht, um spacig-frische Tiks zu senden). Die mobile Variante läuft schon ganz ordentlich und sieht auf meinem Handy gut aus, dafür hat aber www.locatik.com wieder neue Fehler: Zwar kann man neu getaggte Orte herumtwittern (Wow. Locatik fängt an mit anderen Programmen zu sprechen!), dafür aber fehlerhaft getaggte Orte nicht mehr editieren. Es gibt viele, viele viele neue Clipping-Fehler, der Dienst ist unangenehm langsam geworden und die Taggs sehen wesentlich schlechter aus als früher. Was hat Psiloc geritten, so ein Update herauszubringen? Hoffentlich wird es bald besser, denn auch wenn Brightkite keine GPS-Anbindung hat, ist es immernoch besser nutzbar als ein unheimlich innovatives, aber fehlerhaftes Locatik…

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Offene APIs: Mein Facebook wird wissen, was mein Skype ihm sagt.
23.08.2008, 10:50
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Social Software macht süchtig. Viele von uns sind ja in jungen Jahren schon zu irgendeinem StudiVZ oder Facebook-Account gekommen, die meisten zu beidem. Dann kamen Twitter und Britekite und LastFM, vielleicht Bloggs und LinkedIn und Qype und Jaiku und Hi5. Die meisten dieser Accounts vegetieren sicherlich bei vielen von uns dahin. Ich würde meinen Facebook-Account ja auch löschen, wenn ich darüber nicht von Zeit zu Zeit mit X aus Y, den ich vor 8 Jahren in Z kennengelernt habe, und der mich vor 5 Wochen über das Netzwerk anschrieb, irgendwie in Kontakt stünde.

Ich bin eher faul, was Facebook und StudiVZ angeht, deshalb bin ich dankbar, dass es inzwischen sowas wie Ping.fm und offene APIs gibt, sodass ich mit wenig Aufwand so tun kann, als würde ich Facebook auf dem Laufenden halten, obwohl ich nur irgendwo anders im WWW meine Spuren hinterlasse.

Heute habe twitter4skype entdeckt, einen Skypebot, der ohne Zusatzsoftware meine Twitter-API anzapft. Ping-FM wird sich meinen Twitter-Feed ziehen (zusammen mit eventuellen anderen Plattformen), und ihn über die API an ein Facebook-Plugin weitergeben. Fertig. Mein Facebook wird wissen, was mein Skype ihm zutwittert. Bald.

Offene APIs sind eine tolle Sache: Vor langer Zeit hat Google-Maps damit angefangen. Jetzt kann man überall sein, obwohl man nur einen Dienst nutzt. Nur StudiVZ scheint da ziemlich altbacken zu sein. Immer, wenn ich das Gefühl habe, auch dort Präsenz zeigen zu müssen, weil ich sonst Gefahr laufe, dass mein brachliegender Account gelöscht wird, muss ich mich anmelden, irgendwo meine Statusmeldung updaten („… ist am Status updaten“) und wieder ausloggen. Ich frage mich, wie lange es dauert, bis auch StudiVZ auf den Zug der offenen API aufspringt.

api_ohne_studivz

Andererseits ist fraglich, wie sehr sich der durchschnittliche StudiVZ-Nutzer für API-Mashups interessiert. Mir schien Facebook damals, als die ersten komplexen Upgrades erschienen, viel zu kompliziert und unübersichtlich zu sein. Vielleicht ist gerade eine einfaches und unabhängiges System das, was Interessierte zum ersten Mal an das Konzept der Social Software heranführt.

PS: Tut mir leid, dass auch der Blog lange brach lag. Uns fehlte die Muse. Besser Schweigen als Müll Schreiben.

-r-



Augenblicke im Berliner Nahverkehr…
13.08.2008, 22:50
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Heute morgen per Mail zugespielt bekommen. Danke dafür.

-r-