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Kürzlich musste ich erneut eine New Economy-Geschäftsidee unter der Kategorie „Da war einer schneller“ begraben. Ständig habe ich super tolle Ideen, ein unglaublich rentables Geschäftsmodell zu verwirklichen und unheimlich viel Geld zu verdienen, nur, dass sich dann nach eineinhalbminütigem Googlen herausstellt, dass schon irgenwer mehr Gripps, mehr Ressourcen, mehr Zeit, mehr BWL-Kenntnisse und mehr Unternehmergeist hatte als ich, und das ganze Ding mit einigen Features mehr in einer Beta schon umgesetzt hat.
Um auch all diejenigen von euch, die ähnlich wie ich glauben, schrecklich innovativ zu sein, zu desillusionieren, habe ich einmal eine kurze (nicht vollständige) Liste zusammengestellt. Liebe Leser, in diese Richtung müsst ihr nicht mehr denken. Gibt’s schon!!!
- Sozial Musikhören - www.lastfm.de
- Personalisierte T-Shirts – www.spreadshirt.net
- Personalisiertes Müsli – www.mymuesli.com
- Personalisierter Aufguss – www.allmytea.de
- Sozial Weintrinken für oenologisch Unbedarfte – www.vinorati.com
- Kollaborativ Stadt bewohnen. www.qype.de
- Kollaborativ irgendwo sein – www.locatik.com
- Bücher übers Internet verkaufen – www.amazon.de (mehr hier!)
- Zeug finden – www.google.de
- Netzwerk für Studenten – www.studivz.de
- Netzwerk für wen-auch-immer – www.facebook.com
- Netzwerk für Geschäftliches – www.openbc.com aka www.xing.com
- Kollaborativ Surfen – z.B. del.icio.us
Weitere desillusioinierende Vorschläge werden gerne in obige Liste aufgenommen. Lasst uns gemeinsam Realisten werden!
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Über Netzpolitik.org bin ich auf eine Studie über die Präsenz von deutschen Parteien und Politikern im Web aufmerksam geworden.
Seit Jahren wird beobachtet, dass Wahlkampftrends aus Amerika wenig später auch hier Anwendung finden. Während Joes alter Twitter-Freund Barack Obama inzwischen im Netz allgegenwärtig ist, fleißig twittert, bloggt, Freunde im Facebook sammelt – kurzum: das Web für sein Selbstmarketing vorbildlich nutzt, scheint sich die deutsche Politik der Bedeutung dieses Mediums noch nicht so ganz bewusst zu sein (Bild rechts via Obama for America).
Die Agentur newthinking communications hat in einer Kurzstudie die politische Web-Präsenz in Deutschland analysiert, und kommt zu dem Schluss, dass die Nutzung des Mediums im Kampf um Wählerstimmen eher „unkoordiniert“ ist:
Derzeit dominieren unkoordinierte Einzelaktivitäten, von Schlagworten der Debatten um die Veränderung der politischen Kommunikation wie dem „Permanent Campaigning“ oder der „Amerikanisierung“ ist derzeit noch nichts zu sehen. Die Parteien und Spitzenpolitiker sind zum Zeitpunkt der Erhebung im klassischen Wahlkampf verhaftet, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Und auch die Jugendorganisationen und ihre Spitzenvertreter bilden hier keine Ausnahme.
Auffällig sind dabei die Stärke der Union in StudiVZ und ihre gleichzeitige Schwäche in Facebook, die dezente Präsenz selbst der Jungpolitiker in Social Networks und der Fast-Totalausfall im Bereich der Weblogs und bei Twitter, in dem nur wenige rot-grüne Farbtupfer zu finden waren. (via newthinking communications GmbH)
Die Studie soll quartalsweise bis nach der Bundestagswahl 2009 aktualisiert werden. Ich frage mich, welche Partei bis dahin die Zeichen der Zeit erkannt hat und als erste in Deutschland den Wahlkampf koordiniert ins Netz trägt…
Übrigens wird in der Studie auch festgestellt, dass Angela Merkel einen (mit völliger Sicherheit echten) studiVz-Account hat, aber nur einen einzigen Freund. Traurig sowas.
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(Bild von א (Aleph), http://commons.wikimedia.org)
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Ohne Worte:
„Endlich hat ein Hitler-Attentat geklappt.“
Quelle: Henryk M. Broder, Essayist
(via tagesschau.de)
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Accenture hat vor kurzem den Mobile Web Watch 2008 veröffentlicht, in dem die derzeitige Nutzung und die zukünftigen Möglichkeiten des Webzugangs mit mobilen Geräten analysiert wird. Mich haben die Ergebnisse nicht allzu sehr überrascht, allerdings bietet er einen schönen zusammenhängenden Überblick mit vielen Umfrageergebnissen. Den Download findet ihr hier.
Interessant fand ich vor allem folgenden Teil, der die derzeit größtenteils noch ziemlich üble User Experience des mobilen Internet-Zugangs thematisiert:
Aber auch mit der so genannten „Mobile User Experience“ sind viele Konsumenten unzufrieden – mit der Art und Weise also, wie sie den Umgang mit dem Internet per Handy empfinden: Gut 40 Prozent der Befragten stört es, dass die meisten Handys Seiten aus dem WWW zu klein und unübersichtlich darstellen. Damit geht einher: Mehr als jeder Fünfte findet es zu kompliziert, per Mobiltelefon auf Webseiten zu navigieren. Übrigens ein Phänomen in allen Altersgruppen – die Jüngeren sind nicht wesentlich abgehärteter, was die Mobile User Experience betrifft. Die Einschätzung, dass mobiles Internet noch sehr unter einem schlechten Nutzer-Erlebnis leidet, teilen übrigens auch viele Anbieter, wie eine Accenture-Untersuchung zeigt. Apples iPhone demonstriert, dass ein bequemerer Zugang die mobile Nutzung von Internetseiten nach oben treiben kann: Laut einer US-Erhebung verbringen iPhone-Nutzer zwölf Prozent der Handy-Nutzungszeit mit mobilem Surfen. Einer weiteren Untersuchung aus den USA zufolge verwenden 85 Prozent der iPhone-Besitzer den integrierten Webbrowser, gegenüber 13 Prozent aller Mobilfunk-Kunden. Die mobile Internetnutzung ihrer iPhone-Kunden übertreffe die Erwartungen bei weitem, verkündete die Deutsche Telekom Anfang 2008. (via Accenture)
Nicht nur der integrierte Webbrowser, sondern vereinfachter Zugang im Allgemeinen scheinen also auch aus Accenture-Sicht mal wieder ein Schlüssel zum Erfolg zu sein. Damit einher gehen bei Apple auch eine Reduzierung der Möglichkeiten des Nutzers zugunsten der Fokussierung des tatsächlich gewünschten Dienstes. Der Trend geht eindeutig zu Weiterentwicklungen in dieser Richtung, wie Bilder von Googles Android oder Symbian Add-Ons wie Nokias WidSets beweisen. Spannend, was sich hier in Zukunft tut, und ob Nokia, Google oder Apple am Ende den größten Teil vom Kuchen abbekommen…

(Bild via googlesystem.blogspot.com)
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