Rafa 2.0


3D Interface
15.05.2008, 23:07
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Auf der Suche nach interessanten neuartigen Interfaces für Touchscreens bin ich auf folgendes großartiges Beispiel von Andreas Stubbe gestoßen. Neben der Tatsache, dass die Bedienung durch die Animationen was fürs Auge ist, finde ich es im Vergleich zu ähnlichen Beispielen sehr gut bedienbar. Erinnert mich von der Perspektive an Apples Time Machine. Das ganze als Touchscreen wäre sicherlich sehr interessant und würde die Bedienung noch direkter machen.
WHITEvoid

Dabei fällt mir die Internetpräsenz der Agentur Schematic ein, bei dem benachbarte Seiten durch ihre Andeutung an den Seiten erreichbar sind und somit ein Raum über die aktuelle Seite hinaus aufgezogen wird. Zwar nicht dreidimensional, aber ein interessanter Ansatz. Auch hier wird das volle Potential m.E. aber erst bei direktet Bedienung mit Touchscreen entfaltet.

P.S.: Übrigens, ich bin der Joe :) und werde in Zukunft zu diesem Blog beitragen und freue mich auf Kommentare!



Deloitte Technology Fast 50
14.05.2008, 22:20
Gespeichert unter: Wirtschaft | Schlagworte: , ,

Die Unternehmensberatung Deloitte veranstaltet seit 1995 jährlich einen Wettbewerb um die 50 wachstumsstärksten Unternehmen der Technologiebranche zu ermitteln. Diese Aktion hat sich inzwischen zu einer internationalen Initiative entwickelt. In Deutschland wird Technology Fast 50 in diesem Jahr zum sechsten Mal organisiert.

Wen das komplette Ranking von 2007 (oder die Teilnahmekriterien) interessieren sollte, dem sei die Deloitte-Internetpräsenz sehr ans Herz gelegt, auf der unter anderem auch eine vollständige Liste der Gewinner in Europa aus den vergangenen Jahren zu finden ist. Spannend ist vor allem, welche Bandbreite an Leistungen und Kompetenzen die Liste der Gewinner abdeckt.

Und hier noch ein kurzer Einblick in die deutschen Fast 50 von 2007:

Rang Unternehmen Sitz 5-Jahres- Wachstumsrate
1 komdat.com GmbH München 7785,25%
2 Bigpoint GmbH Hamburg 4589,01%
3 Zanox.de AG Berlin 3468,71%
4 CipSoft GmbH Regensburg 3064,24%
5 Q-Cells AG Thalheim 3018,90%


Justice und die Diskussion um “Stress”
13.05.2008, 18:36
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Heiß diskutiert in Frankreich, erreicht der Aufruhr um Justices (D.A.N.C.E, Never be alone) neustes Video von Kourtrajmé-Regisseur Gavras langsam auch Deutschland.

Auf Spiegel-Online wird das Werk pauschal als “Orgie aus Schrecken und Schlägen” bezeichnet und kommt nicht allzu gut weg. Von einem perfiden und geschmacklosen Marketinggag ist die Rede. Die TAZ berichtet ein wenig differenzierter und klärt recht detailliert über die Hintergründe und den üblicherweise doch sehr gewaltätigen Kourtrajmé-Stil auf. Und natürlich lässt sich auch Le Monde ausführlich zu der Diskussion um den Clip aus.

Abgesehen davon, dass “Stress” musikalisch in eine völlig andere Richtung läuft als das, was mir von Justice bislag untergekommen war (und auch ich mich daran eher gewöhnen muss), sehe ich natürlich auch die Gründe für den Streit um das Video. Friedlich geht es nicht gerade zu, wenn allerdings auch nicht wesentlich gewaltätiger als in “Smack my bitch up” von Prodigy oder anderen Produktionen. Die Gewalt und das Banlieu-Flair sind durchaus bekannte Inhalte gesellschaftskritischer französischer Filme (La Haine, Banlieu 13, Kourtrajmé-Kurzproduktionen) und Musik-Videos (ein weiteres Video von Gavras gibts hier).

Schockierender als das Video scheint zu sein, dass Justice, die ja bislang immer eher als die lustigen, lieben Pariser Elektro-Pop-Jungs galten, plötzlich politisch sind, und richtig böse anmutende Clips machen, die von Gewalt, Ghetto und Immigrantenkindern handeln. Auch den Vorwurf, das Video sei gezielte Selbst-Vermarktung von Justice, halte ich für überzogen (zu dem mir völlig unverständlichen Vorwurf des Rassismus äußere ich mich erstmal gar nicht). Vielmehr glaube ich, dass mit ihm (auch durch die internationale Berühmheit von Justice und die relative Grenzenlosigkeit von französischer Musik im Vergleich zu französischem Kino) einmal mehr auf die vernachlässigte Unterschicht in den Pariser Banlieus hingewiesen werden soll - eine Gesellschaft, die von ungelösten Post-Immigrationsproblemen, Chancen- und Arbeitslosigkeit und Angst vor einem wütenden Sarkozy geprägt ist. Gerade die Jugend der Täter ist meiner Ansicht nach ein wesentliches Indiz dafür. Spannend ist jetzt die Interpretation der Rolle des Kameramannes, der das Vorgehen teilnahmslos filmt und solange akzeptiert, bis er selbst angegriffen wird. Die Schlusszene erinnert stark an den Tod des Kameramannes in Belvaux’ Mockumentary “Mann beißt Hund” und könnte wie diese als Vorwurf an den passiven Zuschauer verstanden werden.

“Alors, ça te fait kiffer de filmer ça, fils de pute ?”

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist das Video. Macht euch selbst ein Bild von ihm und von seiner französischen Ghetto-/Gewalt-Ästhetik.

Nachtrag 14.08.2008:

Inzwischen ist auf Spiegel Online eine weiterer, durchaus differenzierter Artikel zum Clip erschienen, der vor allem die künsterlischen Aspekte dieses Videos erklärt und einen interessanten Interpretationsansatz bietet.



Rafa 2.0 mobil durch Kaywa
8.05.2008, 17:38
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Eine kleine Ankündigung in eigener Sache, die zwar nicht Hochaktuelles aufgreift, wohl aber eine Anmerkung verdient.

Nach meiner Erklärung, QR sei tot und Datamatrix habe obsiegt, hat Roger in den Kommentaren für den QR-Code geworben und mein RSS-Feed wurde freundlicherweise auch direkt durch Kaywa für mobile Geräte aufgearbeitet. Falls also jemand diesen Blog mobil lesen wollen sollte (einer, von euch 25 treuen Lesern!), gibts ihn über folgenden QR-Code:

rafaqrmobile

Und falls jemand seinen eigenen Feed mobilisieren lassen möchte, kann ich ihm nur folgenden Dienst von Kaywa sehr ans Herz legen: http://feed2mobile.kaywa.com/.

PS: Nein, Kaywa zahlt mir nichts. Ich mag die Software einfach.



New Media Service Ranking 2008
7.05.2008, 10:21
Gespeichert unter: Wirtschaft | Schlagworte: ,

nmsr

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat vor kurzem das diesjährige New Media Service Ranking veröffentlicht, aus dem ein Ranking von Multimediadienstleistern nach Umsatz, Wachstum, usw hervorgeht. Es sind eine ganze Menge großer Namen dabei (Neue Digitale, BlueMars, dmc), aber auch viele Unternehmen, die ich bislang noch nicht kannte. Die sechs derzeit umsatzstärksten Unternehmen:

  1. T-Systems Multimedia Solutions, Dresden
  2. Pixelpark AG, Berlin
  3. Plan.Net Gruppe, München
  4. Syzygy Deutschland GmbH, Bad Homburg
  5. SinnerSchrader AG, Hamburg
  6. dmc digital Media Center GmbH, Stuttgart


Hildesheimer KuWis und die Groschenromane
23.04.2008, 23:05
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Manchmal machen unsere Hildesheimer Kulturwissenschaftler echt irre Sachen. In letzter Zeit scheinen Sie aber noch viel irrere Sachen zu machen.

Einen Groschenroman zu schreiben, ist harte Arbeit. In Hildesheim haben es Studenten unter professioneller Anleitung gewagt. “Als zwei Herzen sich verloren” schaffte es bis an den Kiosk.
(via Zeit.de)

kuwihille



Armed America
16.04.2008, 23:02
Gespeichert unter: Netzkultur | Schlagworte:

Die meinen das echt ernst. (via zustandsforschung.de, armedamerica.org)



L’Aigle et le Coq
16.04.2008, 22:30
Gespeichert unter: Kultur, Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , , ,

In einem XING-Forum wurde ich neulich auf einen netten, recht neuen Blog aufmerksam, der sich kritisch mit deutsch-französischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Kultur auseinandersetzt, und teilweise echt spannende Parallelen aufzeigt (z.B. Vermehrter Antisemitismus in Deutschland und Frankreich). Mal schauen, wie sich dieser Blog entwickelt, einen interessanten Ansatz bietet er alle mal. Ich wünsche zumindest einen guten Start und viele Leser.

aiglecoq



Meine Armut kotzt mich an
16.04.2008, 22:21
Gespeichert unter: Studium | Schlagworte: , ,

Passt gut zum Thema, deshalb hier kurz einmal die andere Seite der Medaille auf Spiegel Online:

Clubs, Shoppen, Sonntagsbrunch: Das Studentenleben kann so schön sein. Wenn das Geld reicht. Trotz zweier Jobs kann die Berliner Studentin Julia, 25, nicht mithalten. Ihr Kontostand sagt Njet - und bei Unterschichtenwitzen lacht sie nur gequält mit. Ein zorniger Zwischenruf. (via Spiegel Online)



Die Zwei von der Privatuni
12.04.2008, 9:38
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Gestern Abend ist mir und Marcel etwas seltsames passiert. Gerade sprachen wir noch über das neue Buch von J. Friedrichs (ich weiß nicht, woran es liegt, aber für jemanden, der dann doch aus dem relativ strukturschwächeren Niedersachsen kommt, scheint das in Stuttgart einfach ein Thema zu sein) und fanden einen netten Platz in einer völlig überfüllten Bar, da setzten sich auch schon zwei Mädchen zu uns, die genauso nach einem Tisch suchten und sich einfach die zwei freien Stühle bei uns am Tisch schnappten und zwei Cocktails bestellten. Damit sollte unser Abend dann auch noch um ein ganzes Stück interessanter werden…

Die beiden waren jünger als wir und hatten an sich auch nicht das Bedürfnis, sich uns mitzuteilen, aber als sich die Möglichkeit ergab, fanden wir dann auch heraus, dass sie im zweiten Semester Internationales Management an der AIM in Stuttgart studierten. Das fanden wir dann umso spannender.

Auf die Frage, was sie denn damit machen wollten, antworteten sie (beide), sie wüssten es noch nicht, aber irgendetwas mit Führungsposition und Wirtschaft… Gut, dachten wir uns. Wer will das nicht.

Und warum sie sich denn für einen Internationalen Studiengang entschieden hätten?

“Weil ich irgendetwas mit anderen Ländern und Kulturen machen wollte.”
“Wo wart ihr denn schon mal?”
“Ich war ein Jahr in New York, gleich nach dem Abi!”

Marcel und ich kuckten uns an, und ich hatte kurz den Eindruck, dass er mich davon abhalten wollte, selbst zu prüfen, was ich über Elite gelesen hatte, dann machte er aber auch schnell selbst mit.

“Ihr sprecht doch auch sicherlich viele Sprachen, wenn das so international ist?”

Die beiden kicherten ein bisschen, und meinten, dass sie in der Schule Glück gehabt hätten, weil Sie mit dem Direktor dann doch irgendwie hätten ausmachen können, dass Französisch überbewertet sei und abgewählt werden könne. Mit der obligatorischen zweiten Fremdsprache sah es also nicht so gut aus. War das nicht Voraussetzung für die Allgemeine Hochschulreife? Vor allem in Baden-Württemberg?

Und wie das denn mit den Praktika bei Ihnen sei, fragte Marcel.

“Eigentlich müssen wir ein mindestens zwei monatiges Praktikum machen, aber unsere Semesterferien sind so kurz, da fahr ich, glaub ich, lieber in den Urlaub. Nichts besonderes, einfach nur Strand. Thailand oder Spanien.”

Thailand. Aha. Ich dachte mir, dass es auch an der Ostsee nette Sandstrände gibt, und dass ich die auch mal gerne sehen würde. Marcel ging es ähnlich.

“Was kostet denn eigentlich eure Uni im Semester?”

Die beiden drucksten ein wenig rum, dann meinte ich, dass sie sich mal nicht so anstellen sollten, ich könne mir ja schon denken, dass sie es nicht selber zahlten. Die beiden wussten es aber wirklich nicht. Sie hatten keinen blassen Schimmer, was Mama und Papa für sie monatlich abdrücken.

Dann fuhr auch schon meine S-Bahn und wir mussten gehen. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt. Ich frage mich, ob und zu welcher Elite die beiden zu zählen wären. Zur Bildungselite eher nicht. Ihr Lebenslauf wird sicher was anderes sagen.

Das Gespräch habe ich übrigens sinngemäß wiedergegeben. Ich will niemandem auf die Füße treten, aber so war es wirklich. War ein wenig gemein, die beiden so auflaufen zu lassen, aber sie haben es wirklich nicht durchblickt. Sogesehen, haben wir ihnen bestimmt nicht wehgetan.

Ich weiß nicht mehr, wie ich im zweiten Semester war. Ich weiß nur, dass ich mir über mein Geld schon Gedanken gemacht habe. Für gute Bildung zu zahlen hat sicherlich seine Berechtigung, sie aber einfach als gegeben zu akzeptieren, ohne sich über ihre Kosten im Klaren zu sein, treibt mich zur Weißglut.

Um 02:34 habe ich dann noch eine Mail von Marcel bekommen (der jetzt auch die übermäßige Beschäftigung mit diesem Thema versteht), die mich freundlich auf die Kosten eines Studiums an der AIM hinwiesen, und ich möchte sie hier kurz vorbehaltlich Marcels Einspruch einfügen (steht übrigens auch auf der Seite der AIM, nur falls jemand mit dem Gedanken spielt, sich dort einzuschreiben) :

Studiengebühren

Die Studiengebühren betragen insgesamt für drei Jahre 21 780 € und können in monatlichen Raten von 36 x 605 € entrichtet werden. (also grob 4000 euro dauerauftrag vom Elternkonto pro Semester + Wohnungsgeld u. Taschengeld würde ich schätzen > runde 5000)

Die Studiengebühren beinhalten die Unterrichtsgebühren für drei Jahre, die Unterrichtsgebühren für den Auslandsaufenthalt in England zur Vorbereitung des Bachelor-Abschlusses an der University of Northumbria at Newcastle, die Unterrichtsgebühren für den zweimonatigen Aufenthalt an einem Sprachenkolleg in einem Küstenort in Spanien. Nicht eingeschlossen sind die Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten während der Auslandsaufenthalte. Bei Abschluss des Studienvertrages ist eine Einschreibegebühr in Höhe von 100 € fällig. Für Lehrbücher und andere Lernmittel ist für die gesamte Studienzeit mit einem Aufwand von ca. 1000 € zu rechnen.

Die Semesterprüfungsgebühren betragen je Semester 45 € (einschließlich der Gebühren für das Semester-Ticket); die Abschlussprüfungsgebühren im 6. Semester betragen 450 €.